Curriculum
vitae:
Nach dem 1986 in Reutlingen abgelegten Abitur
nahm Michael Gelinsky 1988 ein Studium der Chemie
an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im
Breisgau auf, das er 1994 mit Diplom abschloss. Die
experimentelle Diplomarbeit beschäftigte sich mit Cobaltcarbonyl-
Clustern. Parallel zum Chemiestudium
nahm Gelinsky ein Magisterstudium der Osteuropäischen
Geschichte auf, welches bis zum erfolgreichen
Ablegen der Magister-Zwischenprüfung 1991 betrieben
wurde. Im Rahmen seines Studiums nahm er
drei Mal an Austauschprogrammen mit der Moskauer
Lomonosov-Universität teil. 2001 wurde Gelinsky
unter Vorlage der Dissertation „Zinkkomplexe mit
peptidischen und nicht-peptidischen Liganden als Modellverbindungen
für zinkhaltige Metalloproteine" am
Institut für Anorganische und Analytische Chemie der
Universität Freiburg promoviert. Bereits Anfang 1999
wechselte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das
Institut für Werkstoffwissenschaft der TU Dresden. In
der Arbeitsgruppe von Wolfgang Pampe (Lehrstuhl
für Materialwissenschaft und Nanotechnik) beschäftigte
er sich zunächst mit Nanokompositmaterialien
aus Kollagen und Hydroxylapatit für den Knochenersatz.
Mit Eröffnung des Max-Bergmann-Zentrums für
Biomaterialien - einer gemeinsamen Einrichtung der
TU Dresden und des Leibniz-Instituts für Polymerforschung
e.V. - im Jahr 2002 wurde Gelinsky Leiter der
dort angesiedelten Gruppe „Tissue Engineering und
Biomineralisation".
Zum 15. 11. 2010 wurde Gelinsky auf die neu eingerichtete
W2-Professur für Translationale Knochen-,
Gelenk- und Weichgewebeforschung der Medizinischen
Fakultät der TU Dresden berufen und übernahm
die Leitung des gleichnamigen Zentrums (einer zentralen
wissenschaftlichen Einrichtung von Universitätsklinikum
und Fakultät). Dieses Zentrum wird
von den drei Kliniken für Orthopädie, Unfall- und
Wiederherstellungschirurgie sowie Mund-, Kiefer-und Gesichtschirurgie getragen, deren experimentelle Forschungsabteilungen
es vereint. Forschungsaufenthalte
führten Michael Gelinsky nach Japan (Univ. of Hokkaido
in Sapporo), Indien (Sree Chitra Tirunal Institute,
Thiruvananthapuram, Kerala), Iran (Amir Kabir Univ.
of Technology, Teheran) und Süd-Korea (Yonsei Univ., Wonju).